| Name: | Peter Büsser |
| Team: |
MU21, MU18 |
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D2 |
Was früher viel zu starkt auf den Leistungsausweis eines (r) Trainer's (in) geschaut wurde wird heute viel stärker auf die unterschiedlichen Entwicklungen, Bedürfnisse und Anforderungen von den und an die Spieler und Spielerinnen eingegangen. Eine optimale Trainerausbildung ist im speziellen für den Nachwuchsbereich eine grosse Herausforderung.
Als alter Fuchs im Volleyball mit vielen Jahren eigener Spielpraxis und 12 Jahren Trainerarbeiten, vorwiegend im Juniorinnen und Damenbereich, werde ich versuchen die Unbekümmertheit und Freude, natürlichen motorischen Fähigkeiten und Bewegungsabläufe der jungen Spielerinnen auf spielerische und polysportive Art zu gestalten und zu fördern. In meiner langen Abwesenheit hat sich der Volleyballsport respektive die Ausbildung im Nachwuchsbereich gemeinsam mit allen andern Sportarten massiv verändert und entwickelt. Die letzten Jahre habe ich im Nachwuchsbereich Schneesport gearbeitet und gemeinsam mit meiner Frau unsere vier Kinder begleitet, unterstützt und entwickelt. Diese breite Erfahrung möchte ich jetzt für den Volleyballsport einsetzen und gemeinsam mit unserem Nachwuchs die Zukunft vom Verein sichern.
Nebst den rein volleyballerischen Themen wie Grundlagentraining, Aufbautraining, Leistungstraining und deren Inhalte ist der Umgang mit den jungen Leuten von enormer Wichtigkeit. Die Persönlichkeitsfindung und die damit einhergehenden Stimmungsschwankungen der jungen Leute in der Pubertät machen dem Trainer das Leben hier nicht gerade leicht. Spieler wollen von heute auf morgen mit dem Sport aufhören, weil sie keine Lust mehr haben. Das Längenwachstum führt dazu, dass sie ihre gewohnte Leistungsstärke nicht mehr abrufen können (und manchmal auch wollen).
Die Aktivitäten ausserhalb des Volleyballs nehmen stark zu. Die Spieler wollen in diesem Alter selber entscheiden, was richtig und falsch ist und nehmen selten Lehre an. Was der Trainer sagt, wird zwar gehört, aber nicht mehr so stark umgesetzt.
Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden, mit denen man die Jugendlichen, die selber keine Kinder mehr sein wollen, noch erreicht. Jugendliche übernehmen nicht mehr so leicht Verantwortung, weil sie Angst vor dem Versagen haben. Beim einen ist sie stärker ausgeprägt, beim anderen weniger. Der Trainer tut sich selber schwer zu erkennen, welcher Spieler schon weiter in seiner Entwicklung ist als andere, weil man hier keine Regelmässigkeit erkennen kann.
Ein anderes Phänomen sind in diesen Jahren die Eltern, die teilweise von den Jugendlichen abgelehnt werden. Bei Problemen werden jedoch von den Jugendlichen immer wieder die Eltern vorgeschickt, weil die Jugendlichen selbst nicht in der Lage sind, ihre Probleme zu formulieren und mit dem Trainer darüber zu sprechen.
Ein Zusammenspiel all dieser Faktoren funktioniert nur in einem geregelten Umfeld mit klaren Leitplanken und Grenzen. Grenzen werden von den Jungen gesucht und zwischendurch ziemlich ausgereizt. Diese dürfen auch mal überschritten werden, aber nicht ohne sich anschliessend den Tatsachen und den Konzequenzen stellen zu müssen.






